Kleiner Ritter der Unbefleckten

Lazarus, komm heraus

30. Juli 2020 / von Sr.Theresia

Fortsetzung …

Nach diesen Worten ging sie weg, rief ihre Schwester Maria und sagte leise zu ihr: „Der Meister ist da und ruft dich.“ Als diese es hörte stand sie eilends auf und ging zu ihm. Noch war Jesus nicht ins Dorf hineingegangen, sondern war noch an der Stelle, wo Martha ihm begegnet war. Die Juden nun, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, sahen wie Maria voll Eile aufstand und wegging, und folgten ihr in der Meinung, sie gehe zum Grabe, um dort zu weinen.

Maria kam an den Platz, wo Jesus war, fiel bei seinem Anblick zu seinen Füßen nieder und sagte zu ihm: „Herr, wärest du hier gewesen, so wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die mit ihr kommenden Juden weinten, wurde er im Geiste tief erschüttert, und voll innerer Erregung sprach er: „Wo habt ihr ihn hingelegt?“ Sie antworteten ihm: „Komm, Herr, und sieh!“ Jesus weinte. Die Juden sagten: „Seht, wie er ihn liebte!“ Einige aber von ihnen meinten: „Konnte er, der die Augen des Blinden öffnete, nicht bewirken, dass auch dieser nicht starb?“
Abermals wurde Jesus in seinem Innern erschüttert und ging zum Grabe. Es war eine Höhle, und davor lag ein Stein. Jesus sprach: „Hebt den Stein weg!“ Da sagte Martha, die Schwester des Verstorbenen, zu ihm: „Herr, er riecht schon; denn er liegt schon vier Tage.“ Jesus sprach zu ihr: „Sagte ich nicht zu dir, du werdest, wenn du glaubst, die Herrlichkeit Gottes schauen?“ Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber richtete seine Augen nach oben und sprach: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich wusste ja, dass du mich allezeit erhörst; doch wegen des anwesenden Volkes habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“ Nach diesen Worten rief er mit lauter Stimme: „Lazarus, komm heraus!“ Der Verstorbene kam heraus, die Füße und Hände mit Bändern gebunden, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umwickelt. Jesus sagte zu ihnen: „Macht ihn frei und lasst ihn gehen!“

(Johannes 11,28-44)

Jetzt lag Lazarus schon vier Tage im Grab. Und Jesus lässt das Grab öffnen. Im Normalfall würde jeder sagen, dass das nicht geht. Doch sie öffnen das Grab und was geschieht?

Jesus betet zu Gott seinem Vater und dann ruft er: „Lazarus komm heraus.“ Spätestens jetzt würde doch heute jeder sagen, dass das unmöglich ist. Aber wie staunen dann alle, als Lazarus tatsächlich rauskommt. Dabei war er doch schon vier Tage im Grab.

Nach so einem Wunder müssten doch jetzt alle glauben, dass Jesus der Sohn Gottes ist, oder?

Doch leider ist es nicht so. Beten wir für alle Menschen, die nicht an Gott glauben.

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