Kleiner Ritter der Unbefleckten

Das Jesuskind im Klassenzimmer

7. September 2019 / von Sr.Theresia

Immer wieder stellen sich Menschen die Frage: „Gibt es Jesus wirklich?“ Eine Schulklasse hat in ihrer Not ein großes Geschenk bekommen. Wenn Du wissen möchtest, wie die Schulklasse beschenkt wurde, dann lies einfach weiter:

Ein wahres Ereignis, das es auch in unserer Zeit noch gibt

-nacherzählt-

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Es hat sich in der kommunistischen Zeit in Ungarn in einem Dorf mit 1500 Einwohnern und einem Pfarrer Folgendes ereignet:

„Eine Lehrerin, militante Atheistin (=kämpferische Gottesleugnerin), verfolgte in ihrem Unterricht nur ein Ziel: GOTT abschaffen!

Die verschüchterten 32 Kinder wagten nicht, sich zu verteidigen. Ihre Familien aber waren gläubig. Der Pfarrer bemühte sich unter den schwierigen Bedingungen seine Herde in der Kirche zum Religionsunterricht zu versammeln. Doch in Ungarn, wie überall hinter dem Eisernen Vorhang, war der Unterricht gespalten. Wie sollten sich da die armen Lämmlein zurechtfinden? Im Allgemeinen machten die Dummheiten, mit denen die Lehrerin die Kinder beständig berieselte, nicht viel Eindruck auf das Volk. Der Pfarrer bemühte sich nach Kräften, die Kinder auszurüsten, indem er sie an den häufigen Sakramentenempfang gewöhnte, was die Lehrerin offensichtlich spürte. Sie wusste immer, wer die Kommunion gerade empfangen hatte und behandelte diese dann auch gleich wie „schwarze Schafe“ in der Klasse.

In dieser Schulklasse 4a war auch das Mädchen Angela, 10 Jahre alt. Sie war Klassenbeste. Sie behielt aber ihre Schätze nicht für sich, sondern teilte sie eifrig mit den Mitschülern, indem sie, so gut es ging, immer half. Eines Tages bat sie den Pfarrer, künftig täglich die Kommunion empfangen zu dürfen. Trotz einiger Bedenken gab der Pfarrer der Bitte nach.Und von diesem Augenblick an war für die kleine Angela das Leben in der Klasse die Hölle. Trotz ihrer guten schulischen Leistung wurde sie von der Lehrerin endlos schikaniert. Die Mitschülerinnen hatten schon Mitleid mit ihr, und schnell sprach das Dorf über dieses Übel, das dem Kind geschah. Doch tapfer ertrug das Kind jeglichen Angriff und wurde vom gläubigen Volk bewundert.

Sich über den Lehrplan hinwegsetzend, zog die Lehrerin alle Register ihrer Gottlosigkeit, und Angela vermochte nichts zu entgegnen. Zur Zeit des Advents wurde der Unterricht immer mehr zu einem Duell zwischen der Lehrerin und Angela. Scheinbar triumphierend, behielt die Lehrerin immer das letzte Wort. Wozu dieses wütende Beharren? Es war wohl Angelas Schweigen, das die Lehrerin außer sich brachte.

Die Mitschülerinnen riefen in ihrer Bestürzung den Pfarrer zu Hilfe. Aber er wusste, dass ein Eingreifen von ihm die Situation nur verschlimmert hätte. Und er sprach mit Angela. Gott sei Dank, Angela hielt stand: Es bleibt nichts anderes als das Gebet, das Gebet aus allen Kräften …

Die Sache wurde im Dorf und der ganzen Umgebung bekannt.Angela wusste nichts davon, dass man sie bewunderte für diesen Starkmut. Sie fühlte sich gedemütigt durch die Unfähigkeit, sich zu verteidigen und Beweise für ihren Glauben vorzubringen.

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Kurz vor Weihnachten … Es war der 17. Dezember. Die Lehrerin erfand ein grausames Spiel. Die Szene verdient es, in ihrem ganzen Umfang dargestellt zu werden:

Angela wurde in ein Frage- und Antwortspiel verwickelt: „Was tust du, Kind, wenn deine Eltern dich rufen?“ – „Ich komme“, sagte Angela leise und scheu. „Sehr gut. Du hörst sie rufen und kommst sofort, wie es ein braves Kind tut. Und was geschieht, wenn deine Eltern den Kaminfeger rufen?“ – „Er kommt“, sagte das Kind. Sein Herz schlug ungestüm. Es witterte eine Falle, konnte sie aber nicht sehen.

Die Lehrerin funkelte mit den Augen und fragte weiter. Eine kleine Zeugin sagte mir später: „Sie schaute so entsetzlich boshaft!“ – „Gut, mein Kind. Der Kaminfeger kommt, weil es einen gibt, weil er lebt.

Einen Augenblick herrschte Stille. Dann fuhr sie fort: „Du kommst, weil du lebst. Aber nehmen wir an, deine Eltern rufen deine Großmutter, die tot ist. Wird sie kommen?“- „Nein, ich glaube nicht“, entgegnete Angela. „Bravo. Und wenn deine Eltern den Ritter Blaubart rufen oder das Rotkäppchen? Nun, was wird dann geschehen?“ – „Es wird niemand kommen, weil es Märchen sind.“ Angela hob den Blick, senkte ihn aber sofort wieder, weil sie nicht in die funkelnden Augen der Lehrerin sehen konnte. „Du scheinst ja heute sehr scharf denken zu können. Ihr seht also, Kinder, die Lebenden, diejenigen, die es gibt, kommen, wenn man sie ruft. Und wer nicht kommt, wenn er gerufen wird, den gibt es entweder gar nicht oder er lebt nicht mehr. Das ist klar, nicht wahr?“ – „Ja“, antwortete die Klasse im Chor. „Und jetzt wollen wir einen kleinen Versuch machen.“ Zu Angela gewandt: „Geh du jetzt hinaus, Kind!

Die Kleine zögerte, trat dann aber aus dem Raum. „Und nun, Kinder, ruft sie!“ – „Angela, Angela“, scholl es aus 31 Kehlen. Angela kam zurück. Sie war ganz verwirrt. Die Lehrerin genoss sichtbar den Erfolg. „Wenn ihr jemanden ruft, der lebt, den es gibt, so kommt er. Wenn ihr jemanden ruft, den es nicht gibt, kommt er nicht, und er kann auch nicht kommen. Angela ist leibhaftig da, sie lebt. Sie hört es, wenn ihr sie ruft, und kommt. Und jetzt nehmen wir an, ihr ruft das Jesuskind. Ist unter euch jemand, der noch an das Jesuskind glaubt?

Einen Augenblick war es ganz still. Da meldeten sich einige schüchterne Stimmen: „Ja, ja …“ Zu Angela gewandt: „Und du, Kind, glaubst du, dass das Jesuskind dich hört, wenn du es rufst?“ Angela antwortete tapfer: „Ja, ich glaube, dass es mich hört.“ – „Sehr gut“, spottete die Lehrerin. „Wir wollen einmal den Versuch machen. Ihr habt vorhin gesehen“, sagte sie zur Klasse gewandt, „dass Angela hereinkam, nachdem ihr sie gerufen habt.“ Wenn es ein Jesuskind gibt, wird es hereinkommen, wenn ihr es ruft. Ruft also alle miteinander ganz laut: Komm, Jesuskind! Eins, zwei, drei, alle miteinander!“ Die Kinder senkten die Köpfe. In das Schweigen fiel ein Hohngelächter. „Da wollte ich euch haben. Das ist der Beweis. Ihr getraut euch nicht, es zu rufen. Denn ihr wisst ganz gut, es würde nicht kommen, euer Jesuskind. Und es hört euch nicht, weil es kein Jesuskind gibt. Ebenso gibt es einen kleinen Däumling oder einen Blaubart, weil alles bloß eine Sage ist.

Bestürzt schwiegen die Kinder noch immer. Die brutale Beweisführung traf sie mitten ins Herz. Wer sich in der Kinderpsychologie nur einigermaßen auskennt, weiß, wie Spitzfindigkeiten auf Kinder wirken, die sich auf ein konkretes Experiment stützen. – Die eine oder andere Schülerin begann, wie sie mir später gestanden, zu zweifeln. Ja wirklich, wenn es das Jesuskind gibt, wieso sieht man es dann nicht? Angela steht noch immer stumm und totenbleich da. „Ich habe gefürchtet, sie fällt um“, erzählte mir eines der Mädchen. Die Lehrerin labte sich sichtlich an der Verwirrung der Kinder. Schließlich sagte sie triumphierend: „Zermalmt das Infame!

Da geschah etwas völlig Unerwartetes. Angela sprang mitten in die Klasse hinein. Ihre Augen waren feurig, und sie schrie: „Wir wollen es aber doch rufen. Hört ihr, alle miteinander rufen wir: Komm, Jesuskind!“ – Im Nu stand die ganze Schar auf. Mit gefalteten Händen, entschlossenen Blicken und mit einer ungeheuren Hoffnung im Herzen riefen sie: „Komm, Jesuskind!“ Das hatte die Lehrerin nicht erwartet. Eine Stille trat ein, schwer, wie mit Todesangst geladen. Dann wieder die feine kristallklare Stimme Angelas: „Noch einmal!“ Und alle Kinder riefen ein zweites Mal: „Komm, Jesuskind!“ – „Es war ein Schrei, von dem die Mauern hätten einstürzen könne,“ erklärte mir später ein Kind.

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Und da geschah es. Ich will es mit den Worten der Kinder selbst berichten, die ich alle einzeln befragt habe. Ihre unbeholfene Ausdrucksweise erschien mir richtiger als alle Darstellung, die wir Erwachsenen geben können. „Ich armer Seelsorger hatte ein Zeichen selber recht notwendig. Man ist oft sehr am Ende seiner Kräfte.“ – Die Kinder schauten nicht auf die Tür. Sie schauten auf die Mauer vor ihnen und auf Angela. „Da ging die Tür lautlos auf. Die Kinder merkten es, denn das ganze Tageslicht floss plötzlich auf diese Tür zu. Das Licht wuchs und wuchs. Dann wurde es eine Feuerkugel.“ Die Kinder bekamen Angst, aber es ging alles so schnell, dass sie nicht einmal Zeit hatten, zu schreien. „Die Kugel ging auf, und in der Kugel erschien ein Kind, reizend und schön, wie sie noch keines gesehen hatten. Das Kind lächelte sie an ohne ein Wort zu sprechen. Seine Gegenwart war von unendlicher Süße.“ Sie hatten keine Angst mehr. Es war nur noch Freude. All das dauerte einen Augenblick? Eine Viertelstunde? Eine Stunde? – Seltsamerweise gingen die Meinungen in diesem Punkt auseinander. Sicher ist jedoch, dass das Geschehnis nicht die Dauer einer Unterrichtsstunde überschritt.

Das Kind war weiß gekleidet und sah aus wie eine kleine Sonne. Es selbst brachte das Licht hervor. Die Tageshelle schien daneben schwarz.“ Einige der Mädchen waren davon wie geblendet und die Augen taten ihnen weh. Andere betrachteten das Kindlein mühelos. „Es sagte nichts, es lächelte bloß. Dann verschwand es in der Lichtkugel, die langsam zerging.“ Die Tür schloss sich auch von selbst leise.

Voll Entzücken, das Herz von Freude überflutet, konnten die Kinder kein Wort hervorbringen.

Da zerriss ein gellender Schrei die Stille. Ganz verstört und mit Augen, die ihr aus den Höhlen traten, schrie die Lehrerin: „Es ist gekommen! Es ist gekommen!“ – Und dann floh sie und schlug die Tür hinter sich zu. Angela schien aus einem Traum zu erwachen. Sie sagte einfach: „Ihr seht, es gibt das Jesuskind. Und jetzt wollen wir danken!Die Kinder knieten nieder und beteten ein ‚Vater unser’, ein ‚Ave Maria’ und ein ‚Ehre sei dem Vater’. Dann verließen sie das Klassenzimmer, denn es hatte zur Pause geläutet.

Die Sache wurde bald bekannt. Die Eltern suchten mich auf, und ich befragte die Kinder, jedes einzeln.

Ich kann unter Eid bezeugen, dass ich nicht den leisesten Widerspruch fand. Und am meisten überraschte mich, dass die Kinder nichts Außergewöhnliches sagten. „Wir waren in Bedrängnis“, sagte eines der Mädchen, „und da musste das Jesuskind kommen und uns helfen.

Und die Lehrerin?“ fragte die Schriftstellerin, der Pater Norbert das Ereignis erzählte. „Sie musste ins Irrenhaus gebracht werden. Die Behörde vertuschte die Sache. Es hieß, die Lehrerin habe unaufhörlich geschrieen: ‚Es ist gekommen…!’ Da konnte man sie natürlich nicht behalten. Vergeblich versuchte ich, sie zu besuchen. Priestern wurde der Zutritt in die Irrenanstalt kategorisch verweigert

Fälle religiösen Wahnsinns sind besonders zahlreich. Viele Personen, die z.B. an der Entweihung unserer Kirche Schuld trugen, endeten im Wahnsinn. „Aber ich bete noch täglich bei der Heiligen Messe für die Lehrerin.“ – „Und Angela?“ – „Sie wollte Ordensschwester werden. Seit meiner überstürzten Abreise habe ich sie aus den Augen verloren.

(Nach M. Winowska)

Ein Kommentar zu “Das Jesuskind im Klassenzimmer

  1. BETREFF: BITTE/ANFRAGE „Das Jesuskind im Klassenzimmer“

    Wir haben diese schöne Geschichte im Internet entdeckt und wollten Sie auf diesem Weg fragen, ob Sie sie zum Abdruck für unsere Hauszeitung frei geben könnten. Es wäre uns eine große Freude, unseren Lesern ein so spannendes Glaubenszeugnis weitergeben zu dürfen.
    Wir selbst sind ein gläubiges Ehepaar (Freikirche) und versuchen bei jeder Gelegenheit die gute Botschaft zu verbreiten.
    Ich ersuche höflich, uns so bald wie möglich Bescheid zu geben, weil wir morgen am späten Abend in den Druck gehen.
    Vielen Dank für Ihr wohlwollendes Bemühen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Helena Reichetzeder
    Schäferhof 5
    A-7132 Frauenkirchen
    Mobil 43+650 460 28 54

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