Das Geschenk der heiligen Beichte – 8






Das beharrliche Gebet einer Frau

Es war einmal eine Frau, die schon jahrzehntelang um die Bekehrung ihres Mannes gebetet hat. Dieser war immer schlecht gelaunt, trank viel Alkohol und ging auch sonst nicht gut mit seiner Frau um. Sie ließ sich aber nicht beirren, ging zur heiligen Beichte und zur heiligen Messe und betete für ihn. Dann wurde er schwer krank. Zunächst wollte er keinen Priester sehen. Als ihn eine Ordensschwester ansprach, ob er nicht beichten möchte, sagte er: „ Ich habe soviele Sünden. Und der Priester ist doch auch ein Sünder. Warum soll ich ihm meine Sünden sagen?“ Die Ordensschwester erklärte ihm, dass der Priester in der Vollmacht Christi die Sünden vergeben würde. So willigte er ein. Er war über 60 Jahre nicht zur heiligen Beichte gewesen.

In der Zeit als er beichtete, erzählte seine Frau: „Gestern, als ich bei meinem Mann war, habe ich ihm gesagt, dass ich ihm  alles verzeihe, was er mir je angetan hat: jede Beleidigung und Beschimpfung. Auch verzeih ich dir alles, was du mir noch antun wirst, sagte ich ihm. In dem Moment lachte er mich auf einmal an, was er schon lange nicht mehr gemacht hatte und klopfte mir als Dank auf die Schulter.“
Zwei Wochen später bereits starb ihr Mann. Die letzte Geste, die er durchführte, war, dass er seiner Frau ein großes Kreuzzeichen auf die Hand machte. Er starb vollkommen versöhnt mit Gott und seiner Familie.

An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig es ist, dass wir mit unserem Gebet nicht nachlassen dürfen. Auch dann nicht, wenn es manchmal ausweglos erscheint und sich scheinbar nichts ändert. Bei manchen geschieht die Bekehrung erst auf dem Sterbebett.

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verschiedene Palmstöcke

Hier siehst Du verschiedene Palmstöcke.

Es gibt verschieden Bräuche am Palmsonntag. Bei uns sieht das so aus:

Bei uns werden zunächst die Palmstöcke gesegnet, dann geht es in einer Prozession zur Kirche, wo die heilige Messe gefeiert wird.
In vielen Gegenden gehen die Kinder dann mit ihren Palmstöcken bei den Nachbarn von Haus zu Haus und singen da ein Palmlied.
Ein Lied lautet auf plattdeutsch:
„Palm, Palm Paosken, laot den Kuckuck raosken, laot de Vögelkes singen, laot den Geldbühl klingen. Häisukkeräi. Häisukkeräi. Wenn’t noch eenmol Sunndagg wödd, krieg wie alle ’nen Äi.“

Als Dank für den Gesang wird den Kindern dann etwas Süßes an dem Palmstock gebunden.



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Der Einzug in Jerusalem

PalmsonntagJesus näherte sich mit seinen Jüngern Jerusalem. Als sie nach Bethphage (das ist eine Stadt) am Ölberg kamen, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: „Geht in das Dorf dort vor euch, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; macht sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand anspricht, so sagt: Der Herr bedarf ihrer, und er wird sie sogleich ziehen lassen.“ Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte. Sie brachten die Eselin mit dem Füllen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf. Viele aus der Volksmenge breiteten ihre Mäntel auf den Weg, andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Scharen, die vorausgingen und nachfolgten, riefen: „Hosanna dem Sohne Davids! Gepriesen sei der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!“ Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung und sprach: „Wer ist dieser?“ Die Scharen aber riefen: „Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa. (Mt 21,1-3;6-11)Weiterlesen

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Das Geschenk der heiligen Beichte – 7

Ein Priester war als Krankenhausseelsorger tätig. Jeden Tag besuchte er in dem Krankenhaus auch eine Patientin, die im Koma lag. Er setzte sich zu ihr ans Bett, sagte seinen Namen und sprach über die Tagesereignisse. Bevor er wieder ging, betete er an ihrem Bett ein Vater unser, ein Ave Maria und gab der Patientin den Segen. An einem Abend, an dem er sehr müde war, beschloss er, diese Patientin nicht zu besuchen, da sie es ja doch nicht bemerken würde.

Doch als er nachts das Krankenhaus verlassen wollte, hatte er das Bedürfnis, doch noch zu ihr zu gehen. Als er an ihrem Bett saß, hörte er innerlich die Worte: „Sie war nicht zur hl. Beichte. Spende du ihr die Absolution.“ So nahm ich ihre Hand und sagte zu ihr: „Wenn du noch Sünden hast, die noch nicht gebeichtet sind, dann denke jetzt an diese und ich werde dich lossprechen von deinen Sünden.“ Stellvertretend betete der Priester den Reueakt und sprach dann die Absolution. In dem Moment erwachte die Frau plötzlich, setzte sich, schaute zum Kreuz und rief: „Jesus“. Sie lächelte, sank in ihr Kissen zurück und starb.
Der Priester verstand in dem Moment, was es heißt, dass er Stellvertreter Christi auf Erden ist.

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Basteln zu Palmsonntag

Aus einer Streichholzschachtel lässt sich wunderbar der
Einzug Jesu in Jerusalem gestalten.

„Palmsonntag in der Streichholzschachtel“ (Hülle)
So sieht es in der Schachtel aus.
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Das Geschenk der heiligen Beichte – 6

Der heilige Pfarrer von Ars erreichte im Beichtstuhl viele Menschen, die erst durch die heilige Beichte eine aufrichtige Reue über ihre Sünden bekamen. Dazu einige Beispiele:


Ein Sünder beichtete bei ihm. Während er beichtete, hörte er den Priester auf einmal laut weinen. Da fragte er ihn: „Warum weinen Sie?“ Daraufhin antwortete der hl. Pfarrer von Ars: „Ich weine, weil Sie nicht weinen.“

Bei jeder Sünde, die ein Mann bei ihm beichtete, sagte der der hl. Pfarrer von Ars: „Wie schade!“ Dadurch bekam der Beichtende eine tiefe Reue über seine Sünden und erkannte, was er seiner Seele durch die Sünde angetan hat.

Einem anderen Beichtkind sagte er: „Ihre Reue kommt nicht von Gott oder aus dem Schmerz über die Sünde, sondern weil Sie Angst vor der Hölle haben. Verwenden Sie mehr Zeit für das Gebet um die Reue als für die Gewissenserforschung.“

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Das Geschenk der heiligen Beichte – 5

Der heilige Pfarrer von Ars verbrachte täglich viele Stunden im Beichtstuhl. Die Menschen kamen von nah und fern, um bei ihm zu beichten. Aber auch Personen, die gar nicht zum Beichten kamen, landeten manchmal im Beichtstuhl nach einer Begegnung mit dem heiligen Pfarrer von Ars. So z. B. ein Jäger:

Ein Jäger war mit seinem Freund und seinem Jagdhund unterwegs. Er kam nach Ars. In dem Moment lief ihm der hl. Pfarrer von Ars über den Weg.

Dieser schaute den Jäger und den Hund an und meinte ernst  zu ihm: „Wenn doch Ihre Seele so schön wäre wie der Hund.“
Der Jäger war tief erschüttert und ging zur Hl. Beichte. Während der Beichte riet ihm der Pfarrer von Ars in den Orden der Trappisten einzutreten. Der Jäger hörte auf den Rat des Priesters.

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Das Geschenk der heiligen Beichte – 4

Eine andere sterbende Frau wollte überhaupt nicht mit Pater Mayer reden. Traurig verließ er sie. Kurze Zeit später kehrte er jedoch mit einem großen Blumenstrauß zu ihr zurück. Die Frau fragte ihn ganz überrascht, warum er ihr so eine große Freude bereite. Daraufhin antwortete Pater Mayer ihr: „Sie tun mir so leid. Denn Sie kommen mit so einem dreckigen Gewand in die Ewigkeit. Da wollte ich Ihnen wenigstens hier auf Erden noch eine kleine Freude machen.“
Diese Worte berührten die Frau zutiefst. Sie bereitete sich mit der priesterlichen Hilfe auf die heilige Beichte vor und konnte so im Frieden sterben.

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Das Geschenk der heiligen Beichte – 3

Einmal rief man Pater Mayer zu einem sterbenden Mann. Dieser wollte jedoch nichts von ihm wissen. Pater Mayer versuchte mit ihm zu reden. Aber vergebens, der Mann war verschlossen. Zum Schluß fragte Pater Mayer den Mann: „Haben Sie irgend einen Wunsch, den ich Ihnen noch erfüllen kann?“ Darauf sagte der Mann: „Ja, einen Wunsch hätte ich noch. Können Sie mir einen Teller Gartenerdbeeren besorgen?“ Pater Mayer antwortete ihm: „Selbstverständlich.“
Jetzt ging Pater Mayer los, um Gartenerdbeeren zu besorgen, was sehr schwierig war. Es war nämlich Dezember. Sein letzter Versuch führte ihn zum königlichen Küchenchef. Nachdem Pater Mayer ihm die Geschichte berichtet hatte, gab er ihm schließlich seine letzten Erdbeeren. Der Mann, der die Erdbeeren gewünscht hat, war so erstaunt, dass auch er anschließend mit Pater Mayer sprach und sogar noch beichtete.

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Das Geschenk der heiligen Beichte – 2

Pater Rupert Mayer war auch ein Priester, der viel Zeit im Beichtstuhl verbrachte. Bei ihm geschah folgendes:

Eines Tages kam eine Frau zu Pater Rupert Mayer in den Beichtstuhl. Sie begann ihr Bekenntnis ganz anders als wie man es gewohnt ist und wollte dadurch den Priester provozieren. Sie sagte: „Pater, eigentlich sollte ich jetzt beichten. Aber wissen Sie, mir tut das, was ich angestellt habe, überhaupt nicht leid.“
Nun dachte sie natürlich, dass sie hinausgeworfen würde aus dem Beichtstuhl. Doch wie reagierte Pater R. Mayer? Er sagte: „Das freut mich, dass Sie so ehrlich sind. Mit solchen Menschen kann man etwas anfangen.“ Die Frau war durch diese Worte so berührt, dass sie eine ernste Reue über ihre Sünden bekam und eine ehrliche Beichte ablegte.

Es gab viele Menschen im Leben von Pater P. Mayer, die nichts von der heiligen Beichte wissen wollten. Pater Mayer versuchte sie dann nicht mit Worten zu überzeugen, wie wichtig doch eine Beichte ist, sondern er wählte ganz andere Wege. Indem er ihnen ihre Wünsche erfüllte, waren diese so überrascht und öffneten ihre Herzen für die Liebe Gottes.

Welch ungewöhnliche Wege er dabei ging könnt ihr in den nächsten Tagen lesen.

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